Wer bist du, wenn alles geht?
Eine Einladung zur radikalen Wahrheit.
Stell dir vor, du verlierst alles, was dich im Außen definiert: Deinen Job-Titel, deine schöne Wohnung, dein soziales Netz, sogar den Kontakt zu deiner Herkunft. Wer bleibt dann noch übrig? Nur du allein? Diese Frage war mein Antrieb und mein Abgrund zugleich. Heute, am Ufer des Vierwaldstättersees, kenne ich die Antwort – und sie ist schöner, als ich es mir in der dunkelsten Nacht hätte vorstellen können.
Die Demontage der „GmbH Ich“
Wer bin ich ohne meine Rolle?
Wer bist du ohne deine Bühne?
Lange Zeit war das Möbelhaus für mich weit mehr als nur ein Arbeitsplatz – es war eine große Theaterbühne. Über viele Jahre habe ich dort erfolgreich meine Rolle gespielt: diszipliniert, funktional, professionell. Die Darsteller wechselten, die Bühnenbilder veränderten sich, doch eine Konstante blieb immer: Ich. Ich stand dort mit all meinen Licht- und Schattenanteilen, oft ohne zu merken, wie sehr ich in die Inszenierung vertieft war.
Heute, aus der Perspektive des bewussten Beobachters, sehe ich das Bild noch schärfer: Viele berufliche Bühnenbilder gleichen unbewusst einem Kindergarten. Es sind Orte, an denen alte familiäre Erfahrungen reinszeniert werden, wo Rollen aus der Kindheit wieder aufleben und Triggerpunkte gedrückt werden, als gäbe es kein Heute. Man reagiert oft nur noch, anstatt souverän zu agieren.
Doch es ist mir wichtig zu differenzieren: Nicht jedes Unternehmen folgt diesem Muster. Es gibt sie – die Orte und Kollegen, an denen Bewusstsein, echte Professionalität und Wertschätzung herrschen. Doch egal, wie das Bühnenbild im Außen gestaltet ist: Die entscheidende Frage bleibt die gleiche.
Wer bist du eigentlich, wenn all diese äußeren Etiketten wegfallen? Wer bleibt übrig, wenn der Vorhang fällt, die Applaus-Lichter der „GmbH Ich“ erlöschen und die Bühne leer ist?
Ich habe gelernt, dass die Antwort nicht in einer neuen, noch besseren Rolle liegt. Sie liegt in der Erlaubnis, endlich ganz zu sein – jenseits der Inszenierung, mitten in der eigenen Wahrheit. Ich heile dich nicht im Außen, aber ich kann dir helfen, dich zu erinnern, wer du warst, bevor das Stück begann. Wir schlagen gemeinsam alles ab, was nicht zu dir gehört – wie bei der David-Statue –, bis deine wahre Essenz zum Vorschein kommt.
Die dunkle Nacht der Seele
Dieser Weg war kein Spaziergang. Es folgten Jahre, in denen die Welt da draußen (besonders ab 2020) im Chaos versank und sich die Gräben durch Ausgrenzung und Angst vertieften. Für mich war es die „dunkle Nacht“. Ohne die Ablenkung durch Kinder oder feste Strukturen war ich radikal auf mich selbst zurückgeworfen – ohne Orientierung und dem Gefühl niemand versteht mich,
Ich musste lernen, meine alten Wunden – von der Kindheit bis hin zu schmerzhaften Erfahrungen mit narzisstischem Missbrauch – nicht mehr im Außen zu betäuben, sondern sie als Teil meines Weges zu akzeptieren.
Die Freiheit hinter dem Nichts
Heute ist diese Zeit Vergangenheit. Hier am Vierwaldstätter See habe ich aktuell eine neue Mitte gefunden. Es ist eine „emotionale Nüchternheit“, die nichts mit Kälte zu tun hat, sondern mit Souveränität. Ich investiere meine Energie nicht mehr ungefragt in andere und ich brauche keine Bestätigung mehr durch Konsum oder Status.
Ich habe erkannt: Die Freiheit, die ich suchte, lag nicht am Ziel meiner Reise, sondern im Mut, das Alte ohne Drama loszulassen.
Verbinde Dich: Dein Raum für das Wesentliche
Mit meiner Seite „Verbinde Dich“ schaffe ich nun einen Ort für Frauen, die an einem ähnlichen Punkt stehen. Frauen, die spüren, dass die Fassade bröckelt und die bereit sind, die Komfortzone der Unwahrheit zu verlassen.
Ich biete dir keinen schnellen Trost. Ich biete dir einen Raum, in dem wir gemeinsam den Schleier lüften.
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Weg von den Machtspielen.
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Weg vom Funktionieren.
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Hin zu deiner eigenen, unerschütterlichen Frequenz.